
Neue Partner auf dem Weg in die Zukunft
Lebendige Diskussionen bei der Klausurtagung des Dekanats Freudenstadt
Was sich das Katholische Dekanat Freudenstadt bei der Klausurtagung am Samstag, 18. April 2026, auf der Liebfrauenhöhe vorgenommen hatte, war keine leichte Aufgabe. Auf dem Weg zu neuen Strukturen in der Seelsorge sollte gemeinsam eine große Entscheidung getroffen werden: Am Ende des Tages wollten die Vertreterinnen und Vertreter der aktuell 21 katholischen Kirchengemeinden im Dekanat Freudenstadt beschlossen haben, ob es künftig eine große oder zwei mittelgroße Kirchengemeinden im Dekanat geben soll.
Auch wenn lange noch nicht alle Fragen geklärt werden konnten, gab es auf diese wichtige Frage eine klare Antwort: Die große Mehrheit der gewählten Vertreterinnen und Vertreter aus den einzelnen Kirchengemeinden votierten für die Bildung von zwei Kirchengemeinden. Kürzere Wege, leichtere Vernetzungsmöglichkeiten der Gruppen untereinander und die Hoffnung auf mehr Nähe und Gemeinschaft waren die Hauptargumente für diese Entscheidung.
Schwerer fiel dieser Beschluss den Gemeinden in der Mitte des Dekanates. Denn sie müssen jetzt entscheiden, ob sie sich künftig in den Westen oder Osten des Dekanates orientieren wollen. Dies wird in den nächsten Wochen passieren, und Mitte Mai ist dann möglicherweise schon klar, ob die Diözese diese Vorschläge so weiterverfolgen wird.
Bei dem Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“ geht es darum, dass sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart strukturell und in der Seelsorge neu aufstellen will. Damit verbunden ist eine deutliche Reduzierung der vielen sehr kleinen, noch rechtlich selbständigen Kirchengemeinden in größere Einheiten. Die Kirchorte und das gemeinschaftliche Leben vor Ort sollen erhalten bleiben, während die Verwaltung zentraler aufgestellt werden soll.
Die Diskussionen der 56 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus fast alles Kirchengemeinden waren sehr lebhaft und offen, aber auch wertschätzend und voller Respekt. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in eine herausfordernde Zukunft. Wenn das ehrliche Miteinander und Ringen um gute Lösungen so weitergeht, dann können die Menschen im Dekanat zuversichtlich und voller Hoffnung den Weg in die neuen Strukturen weitergehen.
Text: Elisabeth Wütz, Dekanatsreferentin






